Marik Lechner – Neue Arbeiten

Vom 08.03. bis zum 29.03.2008 zeigt der israelische Künstler Marik Lechner seine neuesten Arbeiten, dabei werden auch erstmals seine Aquarelle der Öffentlichkeit präsentiert. Im Juni hatte der in Hamburg lebende Künstler seine erste große Einzelausstellung im Tel Aviv Museum of Art in Israel.Marik Lechner macht es sich mit seiner Kunst in der heutigen Zeit nicht ganz einfach, einer Zeit die auch im Kunstbetrieb auf das schnelle Ergebnis aus ist, auf ein leicht verdauliches, unterhaltendes Konsumieren und dabei gleichzeitig simpel, realistisch und logisch sein soll. Dabei könnte man zum Zyniker werden und sich all dem in einer Form widersetzen, die versucht gleiches mit gleichem zu vergelten und sich spottend über all das erhebt. Das ist Lechner aber zu einfach und dafür liebt er die Kunst zu sehr, als das er sie auf diesem Wege verraten will. Auch ist er ein viel zu obsessiver Künstler, der an Werte wie harte Arbeit und die Wahrheit glaubt und außerdem zuviel Respekt vor der Malerei an sich hat.Für Lechner ist die Malerei ein intimer Prozess, an den er intuitiv herangeht. Es gibt kein grundlegendes Konzept, keinen konkreten Plan, er arbeitet schnell, macht Fehler (die er korrigiert) und stoppt, wenn er der Meinung ist, das Bild sei „fertig“. Perfekt ist es deshalb für ihn meist noch nicht, dafür sind seine Ansprüche zu hoch, aber er muss es schaffen seine Obsession zu beschneiden um ein Ende zu finden.Einflüsse in seiner Malerei finden sich einerseits bei den Expressionisten, andererseits bei den großen Geschichtenerzählern aller Epochen. Lechners Bilder sind dabei farbig, wirken aber nie bunt, zu sehr bricht immer wieder die Dunkelheit aus ihnen hervor. Er versucht einen Zustand beim Betrachter herzustellen, der für einen Moment die Grenze zwischen Traum und Realität vergessen lässt. Bei den Träumen handelt es sich aber meist um Alpträume, denn oft ist die Anwesenheit des Todes zu spüren, immer wieder auch die der Gefahr. Einer großen Gefahr, die etwas wirklich Böses erahnen lässt und unheilvoll über den Szenarien schwebt. Flugzeuge die kurz vor dem Absturz scheinen, konspirative Treffen und immer wieder dunkle Vögel. Diese scheinen alles anzukündigen und stehen gleichzeitig für die Seelen der Toten und ihrer Existenz nach dem Ableben. Alle Ebenen scheinen sich zu begegnen, die lebendigen, jene die sich auf dem Übergang befinden und die, die immer noch da sind, obwohl sie schon längst tot sind. Vielleicht hat sein Kollege Yoram Merose daran gedacht als er sagte, dass Lechner nicht ein Überlebender eines bereits stattgefundenen Holocaust ist, sondern eines, der erst in der Zukunft stattfindet.