Patrick Farzar - Laughing at clouds

Collagen & Objekte

Vom 07.02. bis zum 28.02.2009 zeigt der Hamburger Künstler Patrick Farzar seine neuesten Arbeiten.Farzar ist der erste Künstler der seine Werke in den neuen umgebauten Räumen der Galerie Feinkunst Krüger präsentiert. Die Galerie hat sich etwas verändert und mit Patrick Farzar stellt deshalb ein altbekannter Künstler der Galerie als Erster dort aus um eine gewohnte Umgebung zu schaffen.

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Dabei ist Farzar’s Welt keine ruhige, beschauliche und nette. Sie ist brutal, direkt, roh und ungeschliffen. Überall lauert Gefahr und man fühlt sich stets bedroht, denn in ihr ist man nie sicher und hier können selbst Blicke töten. Genau so roh und direkt sind auch seine Bilder.

In seinen Collagen entwirft er sowohl komplex konstruierte Welten, als auch Arbeiten in denen er vorgefundene Bilder nur minimal verändert. Diese minimalen Veränderungen reichen aber schon aus, um eine komplett neue Wirkung zu erzielen und die Aussage des Bildes total zu verändern. Seine Bildsprache rekrutierte sich schon immer aus Massenmedien, Comics, Werbung, Flyern und Lifestylemagazinen.

Farzar über Farzar:Die erste Zeichnung an die Patrick Farzar überhaupt eine Erinnerung hat, ist keine kindliche Buntstiftkritzelei im Kindergarten oder ein Malkastenaquarell aus dem Spielzimmer. Nein, es ist eine Ritzzeichnung für seine Mutter. Material: spitzer Stein auf Autolack. Der junge Farzar ritzte in den parkenden dunkelbraunen BMW der Mutter kleine Männchen, Bäume und Häuser. Ganze Landschaften entstanden so, während die Mutter im Haus mittlerweile panisch nach ihrem  Kind suchte. Dieses aber hatte instinktiv die Seite des Autos gewählt die vom Haus aus nicht sichtbar war. War er sich bewusst das er nicht nur verbotener Weise auf der Straße stand sondern auch nicht in den Autolack ritzen sollte,oder wollte er die Mutter nicht mit unfertigen Zeichnungen langweilen? Es ist nicht überliefert, aber wahrscheinlich sollte sie das Werk erst nach Fertigstellung sehen. Doch dazu kam es leider nicht, da der junge Künstler derart in Ekstase geriet, das er sein Werk auch auf den Kofferraumdeckel besagten Autos ausweitete. Dabei wurde er dann vom Haus aus entdeckt und sofort gestellt. Zu Patricks großer Überraschung hielt sich die Freude der Mutter über die neue Gestaltung ihres Fahrzeugs in Grenzen, was wohl nicht an der Unfertigkeit der Zeichnung lag. Geschimpft wurde aber auch nicht zu doll, überwog doch die Freude den Sohn wohlbehalten zurück zu haben, zumindest bis die Rechnung vom Autolackierer kam.

Während sich andere Leute solche Geschichten ausdenken müssen, gehören diese zur gelebten Vergangenheit des Künstlers. Seit kurzem selber Vater eines Sohnes, wartet dieser nun sehnsüchtig darauf das sein Sohn einen Stein halten kann.