Dieter Glasmacher - Vorsicht Farbe

Vom 06.03.2010 bis zum 27.03.2010 zeigt der Hamburger Künstler Dieter Glasmacher seine neuesten Arbeiten. Neben groß- und mittelformatigen Malereien werden auch Skulpturen gezeigt. Der Titel der Ausstellung ist dabei Programm und durch Malereien auf der Außenscheibe und der geballten Hängung der Bilder ergeben sich auch installative Momente.

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Glasmacher war bis vor wenigen Jahren Professor an der HAW in Hamburg und Lehrer von vielen Künstlern die schon bei Feinkunst Krüger ausstellten. Es ist uns eine Ehre nun denjenigen auszustellen der so viele, z.t. jetzt bekannte, Künstler beeinflusst hat.

Über die Jahre hat sich Glasmacher seine eigene künstlerische Position herausgearbeitet. In diese fließen sowohl die Errungenschaften der klassischen Moderne (besonders des Dadaismus), als auch alle möglichen Strömungen der zeitgenössischen Kunst, z. B. Art Brut , Pop Art aber auch des Comic, mit ein. Auch Spuren des Graffiti sind in seinen Arbeiten sichtbar, aber viel mehr noch Geheimspuren. Spuren die irgendjemand irgendwo in Form von Zeichen, Schrift und Figuren hinterlässt, und ein anderer sie wieder überstreicht und verschwinden lässt. Solche Spuren findet man auch auf Pissoirs und an Häuserecken. An diesen Orten kommt immer wieder jemand und setzt etwas Neues hinzu und etwas anderes verschwindet dafür.

Das passiert auch in Glasmachers Bildern, denn trotz der vielen auftauchenden Figuren wird scheinbar nie eine „richtige“ Geschichte erzählt. Dazu bleibt zuviel im Dunklen, im Unklaren und erklärt sich zu wenig. Oft scheint ein Zusammenhang zwischen den Figuren zu entstehen oder ein Satzteil, ein Wort plausibel ins Bild zu passen, aber im nächsten Moment tauchen wieder andere Figuren oder Textzeilen auf die alles vorher sinn stiftende wieder in Frage stellen. Es ist wie in der Realität in der viele Dinge gleichzeitig passieren und einige davon Zusammenhänge aufzuweisen scheinen, ohne es aber zu tun.

Die Figuren in den Bildern sind oft nur als Kontur erkennbar und ein anderes mal vollflächig ausgeführt, oft wird aber auch nur ein Torso gemalt oder die Körper weisen Verstümmelungen auf.

Viele Teile seiner Bildwelten bezieht Glasmacher dabei aus den Massenmedien in denen die unterschiedlichsten Inhalte auch nebeneinander zu sehen sind und hier so auch funktionieren. Aber wo dort wo alles glatt geschliffen ist, sind Glasmachers Bilder roh und ungestüm. Das seine Bilder dabei nicht unbedingt für jedermann geschaffen sind und nichts für zartbesaitete Gemüter sind scheint dabei logisch.