Marc Bronner - Malerei

Vom 05. bis zum 26. März 2011 zeigt der Hamburger Künstler Marc Bronner, erstmals seit 2007, neue Arbeiten in seiner Heimatstadt. Feinkunst Krüger freut sich seine Werke präsentieren zu können, die auf internationalen Kunstmessen schon erfolgreich gezeigt wurden.

Zur Vernissage am Samstag, den 05. März 2011 ab 20.00 Uhr mit Musik von DJ Jonathan Johnson laden wir herzlich ein.

>> Bilder der Ausstellung

In dieser Ausstellung zeigt Bronner eine neue Serie seiner kleinformatigen Öl-Arbeiten. Betrachtet man die Bilder Bronners auf Fotos oder am Bildschirm würde man vermuten es handelt sich um mittel- oder großformatige Werke. Zu detailgenau und zu präzise erscheinen sie, als das man annehmen könnte sie sind in einer Größe von ca. 10 x 15 cm gemalt.

Dazu greift Bronner in seinen Arbeiten den Fotorealismus der 70er Jahre auf. Seine Bilder entstehen in einem zeitaufwendigen von minuziöser Detailgenauigkeit geprägten Malprozess die seine Werke sowohl real als auch irreal erscheinen lassen. Diese Illusion wird durch die Reinheit der präzisen Wiedergabe und dem bis zur Augentäuschung gehenden Detailrealismus erreicht.

Im Gegensatz zum Fotorealismus aber haben seine Werke eine malerische Oberfläche und wirken nicht kühl und emotionslos. Man erkennt das Bronner sich dem malerischen Prozess verschrieben hat, auch in dem er immer wieder dezidiert die intensive Spannung zwischen Licht und Schatten auslotet.

Bronners Bilder wollen aber mehr als nur die Wirklichkeit wiedergeben, sie spielen mit unserer Wahrnehmung, die durch bescheidene Fotos die sich uns allgegenwärtig aufdrängen mittlerweile komplett verwässert worden ist. Wir akzeptieren dieses vermeintlich reale Abbild der Wirklichkeit kritiklos und haben verlernt hinter die Kulissen zu blicken.

Bronners Malerei versucht dieses aufzubrechen indem er uns Bilder zeigt die es mit einer Realität aus zweiter Hand zu tun haben. Er schildert uns nostalgisch seine ausgesuchten Motive und schließt dabei scheinbar jede subjektive Anteilnahme aus. Er sagt dem Betrachter nicht, was er von den Dargestellten halten soll, er dokumentiert lediglich diese gewisse Ästhetik und die scheinbar melancholischen Figuren in der für dieses Genre typischen Kulisse.

Diese typische Kulisse, diese Ästhetik lässt uns an Krimiserien vergangener Tage denken wie z. B. „Derrick“ oder „Der Alte“. Eine vertraute Ästhetik mit vertrauten Motiven und ausschließlich Indoor-Szenen, die den Betrachter in eine Art Privatsphäre reinschauen lässt und ihn „zwingt“, mit voyeuristischem Blick, genauer hinzusehen und auch hinter die Kulissen zu blicken.