Jim Avignon - "Prison of meaning"

Vom 2. bis zum 23. April 2011 ist der zuvor in Berlin und  seit 6 Jahren in New York  lebende Künstler Jim Avignon mit seiner dritten Einzelausstellung bei Feinkunst Krüger zu Gast.

Zur Vernissage am Samstag, den 2. April 2011 ab 20.00 mit musikalischem Begleitprogramm laden wir herzlich ein.

>> Bilder der Ausstellung

Unter dem Titel “Prison of meaning” wird er ausschließlich neue Arbeiten in allen Formaten präsentieren - von Laptop-groß bis Wand füllend.

Jim Avignon mag zwar als leichtfüßiger Gegenwartsbejaher gelten, ihm ist aber trotzdem keine Krise fremd. Seine Protagonisten spazieren meist geradewegs ins Verderben oder kommen eben davon zurück: eine Weltkugel als Tramp oder eine Gruppe Tränen auf Beinen, die sich – lemminggleich - von den Klippen stürzen will. Im „Prison of meaning“ spazieren ‚’die Dinge’ monoton im Kreis, aufgeladen mit zu viel Bedeutung. Jim beobachtet seine Umwelt, reduziert auf das Wesentliche und erzählt in ungewöhnlichen Bildern davon. Modernes Leben, seltsam übersteigert, um absurde Einfälle bereichert, anvisiert in einem Paralleluniversum, in dem so gut wie Alles zum Cartoon-Charakter werden kann.

In seiner unnachahmlichen und sofort wiedererkennbaren Bildsprache, zeichnen sich die Kompositionen vor allem aus durch ein Mash-up von cartooniger Figuration, dynamischem Aufbau und dominant aufs Bild gesetzten Titeln. Die Motive selber formatieren die Realität mit einer Art radikal ruhigem und philosophischem Touch.

In narrativen Strukturen mischt Avignon Inhalte aus Politik und Gesellschaft, Kunst und Popkultur mit Motiven aus Märchen- und Fabelwelten. Heitere Grundstimmung -  erzeugt durch entsprechende Farbenwahl und dekorative Elemente -  wird durch düsteren, maskenhaften Ausdruck des Bildpersonals kontrastiert.

Schon früh in seiner überaus produktiven Karriere hat Jim, was den (Markt)Wert von Kunst betrifft, eine ‚zivile’ Taktik propagiert. Er gab bekannt, dass er „lieber tausend Bilder für einen Dollar als ein Bild für eintausend Dollar verkauft.“ Diese Haltung verlangt nicht nur ein ungewöhnlich hohes Potential an Energie und Mut, sie stellt auch tradierte Künstlerrollen in Frage.

Parallel zur Ausstellung erscheint beim Verlag „Onkel und Onkel“ der Katalog “Me and the Establishment” mit Postern und Flyern aus den letzten 20 Jahren in 40 großformatigen Drucken. Man darf außerdem gespannt sein,  ob und in welcher Form Jim diesmal persönlich in Erscheinung treten wird: dass er vor 2 Jahren nur über Skype zugeschaltet war und gar nicht persönlich vor Ort war, haben viele Besucher erst hinterher mitbekommen.