Gosia Machon – Hotel

Vom 09. Juli bis zum 30. Juli 2011 zeigt die Hamburger Künstlerin Gosia Machon, in ihrer ersten Einzelausstellung bei Feinkunst Krüger, ihre neuesten Arbeiten.

>>> Bilder der Ausstellung

Gosia Machon malt zumeist mit Tusche. Die Art wie sie diese verwendet, ist ungewöhnlich und überzeugt durch die Bestimmtheit ihres Strichs und den entschiedenen Umgang mit Flächen und Farben.
Machon setzt in ihren Malereien Konkretes gegen Symbolhaftes, klar umrissene Objekte werden umhüllt von Vagem und Verschwommenem.
Der Bildaufbau in Machons Arbeiten ist schlicht, die Malweise wirkt naiv. Aber die Einfachheit trügt. Es herrscht eine lebendige Lichtsituation voll räumlicher Tiefe und dichter Atmosphäre, der man sich als Betrachter nur schwer entziehen kann.

Die Arbeiten, die zu dieser Ausstellung gezeigt werden, umschließt der Begriff "Hotel". Ein Hotel ist ein Haus das nicht Heim ist. Es weckt die Sehnsucht nach der Fremde, dem Heimlichen und Anonymen. Das Inventar und die Abläufe sind zwar vertraut, aber der Besuch nur von kurzer Dauer und dem Alltäglichen fern.

Ähnlich verhält es sich bei Gosia Machons Bildern:
Für einen kurzen Moment scheint man verloren. Tief dringt man in verborgene, geheimnisvolle Kammern ein oder verharrt in dem erwartungsvollen Moment vor einem Durchgang in ein fremdes Gebäude. Vereinzelt agieren wesenhafte Figuren auf bühnenartigen Plätzen. Alles scheint hier möglich, darin lauert auch Gefahr. Es scheint wie eine Reise in das Suggestive und Vergessene.