Arne Bellstorf – Kinder, es ist kalt

Vom 07.01.06 bis zum 28.01.06 beschäftigt sich der Hamburger Künstler Arne Bellstorf mit einem Thema, das ganz hervorragend zu dieser unwirtlichen Jahreszeit passt: Der Kälte.

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Bellstorf wird in dieser Ausstellung vorwiegend kleinformatige Malerei zeigen. Dies ist ungewöhnlich für ihn und fast schon ein kleines Experiment – den Kennern der Szene ist er bisher eher durch seine Comics bekannt. Um seine Fans aber nicht ganz zu enttäuschen, werden auch bisher nicht veröffentlichte Originale seiner Comics zu sehen sein. Alle Bilder tragen Bellstorf’s charakteristische Handschrift, die sowohl vom Strich, als zu einem großen Teil auch von einer ganz speziellen Stimmung leben.

Das Thema Kälte passt zu den Stimmungen seiner Comics. Diese erscheinen – ob der ruhigen unaufgeregten Art und Weise wie die Geschichten fließen – als kalt. Aber gerade in dieser vermeintlichen Kälte steckt eine unglaubliche Spannung. Die Charaktere seiner Bilder vereint etwas erwärmend Menschliches, das bei vielen seiner Helden ins Tragische zu gipfeln scheint.

In seinen Comics erzählt Bellstorf in ruhiger, fast stoischer Gelassenheit Geschichten über Menschen und dessen „Scheitern“ in dieser Welt. Dieses passiert in einer solchen Gleichmütig- und Unaufgeregtheit, ohne ein Ausschlagen der Stimmung nach oben oder unten, ohne einen Lösungsvorschlag oder ohne ein Happy End. Hierdurch ist es fast quälend, Bellstorfs Charakteren bei ihrer oft vergeblichen Suche nach dem Glück zuzusehen.

Bellstorf hat auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse den „Bernd Pfarr-Sondermann-Preis“ als bester Newcomer 2005 erhalten. In diesem Jahr hat er außerdem sein Diplom absolviert, sowie sein erstes Comicbuch veröffentlicht, das, wie zu erwarten, äußerst erfolgreich ist. Im Dezember war er dann auf dem Titel der „Comicxene“, dem wichtigsten Medium seiner Art, zu sehen.