Marco P. Schaefer – Blockwart: Macho Butterfly

Vom 10.02.07 bis zum 03.03.07 gibt der Hamburger Künstler Marco P. Schaefer in der Galerie Feinkunst Krüger den strengen Blockwart.

Schaefer, der 2004 das Hamburg Stipendium erhielt, hat bereits weltweit ausgestellt. Die neuen Arbeiten die er hier präsentiert, wird er getrennt nach Arbeitsweisen in Blöcken hängen. Durch diese klare Aufteilung wird der Raum neu präsentiert und erhält durch Schaefer ein verändertes Gesicht. Hierbei spielt er auch mit dem Titel der Ausstellung und dessen Vieldeutigkeit. Der Blockwart, bestens bekannt aus düsteren Kapiteln der deutschen Geschichte, ist hier auch derjenige der bestimmt wie die „Blöcke“ zu hängen haben. Dazu passt der Macho der sein Butterfly(messer) gerne auch mal anders benutzt.

Diese Vieldeutigkeit findet sich auch in den Arbeiten von Schaefer wider, findet seinen Ausdruck in den verschiedenen Arbeitsweisen und Techniken. Viele seiner Bilder wuchern, sprengen, explodieren und entfalten eine chaotische Dynamik, ohne aber ein konkretes Geschehen darzustellen. Dann aber erkennt man, dank des vom ihm benutzten Bildvokabulars, vertraute Dinge und die Bilder scheinen sich zu entwirren und zu entschlüsseln.

Denn eigentlich ist Schaefer ein Zeichner, inspiriert von der gebräuchlichen Bildsprache der Werbung und des Comic. Geprägt aber auch vom barocken Stil der Kirchen, mit ihren ausufernden Formen, wie er sie aus seiner alten süddeutschen Heimat kennt. Dieses ausufernde, fast schon psychedelisch wirkende, trifft in seiner Arbeit auf das streng formalistische. Dadurch wirken seine Arbeiten trotz der Strenge oft fast „locker und leicht“. Gerade dann fällt einem der extreme Gegensatz von leichter und strenger Form, der ständige Gegensatz von Abstraktion und Gegenständlichkeit auf, der seine Bilder prägt.

In dieser Ausstellung zeigt er ein Spektrum seiner Arbeiten, welches von Zeichnungen über Schablonenarbeiten bis hin zu seinen Schnittzeichnungen reicht. Die Schnittzeichnungen, oder Messerschnitte entstehen dabei genau wie seine Zeichnungen, nur sind hier nicht Stift oder Pinsel sein Werkzeug sondern das Messer. Aber genauso frei wie mit den anderen Werkzeugen geht er auch mit dem Messer um. Es gibt keine Vorzeichnungen, Schaefer arbeitet direkt aus der Hand heraus, es passiert einfach, es fließt. Natürlich verzeiht gerade die Arbeit mit dem Messer dabei keine Fehler, exaktes Arbeiten ist dabei Vorraussetzung für die Umsetzung seiner Ideen. Auch hier treffen sich die Gegensätze wieder, das freie fließende und das strenge nicht verzeihende.

 

Bilder der Ausstellung