Jessica Halm - THE LIMITED POWERS OF RETENTION

> Ausstellungsansichten

> Bilder der Ausstellung

Die Hamburger Künstlerin Jessica Halm zeigt vom 11. bis zum 31. Oktober ihre neuen Arbeiten.

Die Zusammenarbeit zwischen Künstlerin und Galerie besteht jetzt schon seit 2007 und in diesem Zeitraum hat sich die Arbeit von Jessica Halm stets weiterentwickelt und zum Teil auch stark verändert.

Am Anfang spielte das Figurative und Erzählerische eine große Rolle, aber mittlerweile hat das Interesse am Abstrakten und der Form die Vormachtstellung in ihrer Arbeit eingenommen. In dieser Ausstellung steht dazu die menschliche Wahrnehmung zu Objekt und Raum im Mittelpunkt.

Zur Vernissage am Freitag den 09. Oktober ab 20.00 Uhr laden wir herzlich ein.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Textbeiträgen von Merle Radtke und Ursula Panhans-Bühler.

In der Ausstellung „The Limited Powers of Retention“ zeigt Jessica Halm eine Verknüpfung von Objekten, Malereien und Monotypien, die in Bezug zu einander entstanden sind. „Retention“ bezeichnet die Fähigkeit des Bewusstseins, neben den ihm zufließenden aktuellen Wahrnehmungen auch Wahrnehmungen des unmittelbar vorangegangenen Augenblicks festzuhalten, aber auch das körperliche Zurückhalten ist unter diesem Begriff zu verstehen. Das, was wir wahrnehmen, hat mit unserem Standpunkt und dem Blickwinkel zu tun. Damit ist die Perspektive stets an den Ort des Betrachters gebunden und kann nur durch Veränderung der Orte der Objekte und des Betrachters im Raum geändert werden. Das Abstandsverhältnis von Objekten im Raum in Bezug auf den Standort des Betrachters ist ein wesentlicher Aspekt der Wahrnehmung.

Darüber hinaus geht es um die eigene und die fremdbestimmte Perspektive, um den sich daraus ergebenden Horizont, um die Augenhöhe und die Vertikale, um das Licht und den Schatten, um das Abbild und das Gegenüber, um den Körper und um die Schwerkraft. Wenn alle diese Aspekte des Betrachtens und der Wahrnehmung nicht mehr vorhanden sind, brauchen unsere Füße keinen Boden und wir keine Füße mehr. Wir würden uns im horizontlosen Moment verlieren und uns selbst mittels einer Selfie Stange durch andere beäugen und festhalten lassen.
Woran wir uns selbst erinnern, bleibt dabei offen.