Zerberus - Björn Holzweg | Ki Yoon Ko | Elmar Lause

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Vom 02. bis zum 23. April 2016 zeigt Feinkunst Krüger neue Arbeiten der 3 Hamburger Künstler Björn Holzweg, Ki Yoon Ko und Elmar Lause. Alle haben bereits in verschiedensten Konstellationen in der Galerie ausgestellt, zum ersten Mal aber begeben sie sich gemeinsam auf dunkle Pfade.

Zerberus: Der „Dämon der Grube“ ist in der griechischen Mythologie der Höllenhund, der den Eingang zur Unterwelt bewacht, damit kein Toter herauskommt und kein Lebender eindringt. Er ist ein dreiköpfiges Wesen welches die Apokalypse „bewacht“.

Auch in dieser Ausstellung sind es drei Künstler, deren Arbeiten durch eine mysteriöse, apokalyptische Grundstimmung die Realitäten verschwimmen lässt, je nach Standpunkt und Blickwinkel.

Die Kunst von Björn Holzweg findet ihre Gestalt in Malerei, Zeichnungen, Skulpturen und Aquarellen. In dieser Ausstellung wird es neue Tierzeichnungen in verschiedensten Größen und Arbeitsweisen und Skulpturen, in denen Holzweg mit neuen Materialeien experimentiert, zu sehen geben. Auf dem Wege wilder Tiere begibt er sich mit seiner Recherche in unbekannte Gefilde. Die dort entdeckten Geschichten von Freiheitskämpfern und Revolutionären bringt er wieder ans Tageslicht. Somit lenkt er den Blick auf vergangene und aktuelle Geschehnisse die abseits der alltäglichen Wahrnehmung liegen aber auch auf das aktuelle Schicksal der Tiere hinweist.  Es geht ihm dabei nicht um die Vermittlung einer konkreten Aussage - welche Moral man daraus zieht ist jedem selbst überlassen.

Das Werk von Ki Yoon Ko ist wie, sein persönlicher Lebenslauf,  vielfältig und von unterschiedlichsten Eindrücken und Kulturen geprägt. Er steht auch für Veränderung in der Malerei. Er möchte sich weiterentwickeln, sich entdecken, seine Kunst ständig neu hinterfragen, die eigene „Komfortzone“ verlassen. Die Begleitung dieser künstlerischen Entwicklung wird sicherlich auch für uns eine Bereicherung sein. Seine fotorealistische und akkurate Technik hat er durch die Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern in den letzten Jahren in einen experimentellen Kontrast gesetzt. Er wird hier eine Serie von neuen großformatigen Porträts in schwarz weiß zeigen, die quasi das Alter Ego der Porträtierten preisgibt. Es werden einige Bekannte aus der Hamburger Kunstwelt zu sehen sein.

Elmar Lause mag es, das Gewohnte zu manipulieren, dem Bekannten etwas Unerwartetes, Überraschendes zu entlocken.  Er arbeitet gerne mit Versatzstücken unterschiedlicher Bildwelten: Comic und Werbung, Kunst und Kitsch, Videospiele und Graffiti. In seiner Malerei, seinen Collagen, Fotoübermalungen und Skulpturen überlagern sich diese unterschiedlichen Elemente unserer Wirklichkeit und verbinden sich zu fantastisch-verrückten Inszenierungen.
Verblüffend und doppelsinnig erzählt Elmar Lause, mit einen befremdlichen, und doch vertrauten Blick, auf die menschliche (und tierische) Gestalt, Geschichten aus dem Augenblick, aus dem spontanen Einfall heraus. Die Titel unterstreichen dabei mit Witz und zuweilen Selbstironie das Spielerische und Ambivalente seiner Arbeiten.