TeER – Wanted Man

Vom 12.06.04 bis zum 03.07.04 stellt der Hamburger Künstler TeER bei Feinkunst Krüger zum ersten Mal seine Zeichnungen der Öffentlichkeit vor. Bisher eher bekannt für seine Acrylarbeiten auf Leinwand oder seine Veröffentlichungen in Comicmagazinen, zeigt er hier erstmals seine „eigentlichen“ Arbeiten, die ihm dann später als Vorlage dienen. Seine Zeichnungen. Erstaunlicherweise erst jetzt, da gerade diese Arbeiten sein ganzes Können zeigen und den Inhalt seines Schaffens noch genauer transportieren. Nicht umsonst werden seine Arbeiten dieses Jahr zum ersten Mal auf einer der bedeutendsten Comicfestivals Europas ausgestellt.

>> Bilder der Ausstellung

TeER’s Arbeit basiert auf Kontrasten, auf der Gegenüberstellung von Gegensätzen. Dies bezieht sich sowohl auf die technische als auch auf die inhaltliche Ebene. Technisch ist es ein Schwarz gegen Weiß, hell gegen dunkel, aufgekratzte gegen wilde Flächen und komplementäre Farbkontraste.

Inhaltlich prallen dunkle, abseitige Inhalte auf bunt unterlegte Farbigkeit. Die „Hochkultur“ kleidet sich in ein Gewand populärer Bildwelten, und alltägliche Themen werden expressiv verzerrt. Techniken aus Werbung und Illustration werden benutzt, um sonderbare, kryptische Inhalte zu transportieren.

Dieses führt die Arbeiten in eine Art Schwebezustand: Weder dem einen noch dem anderen Extrem lassen sie sich zuordnen, sie haben ihre Eindeutigkeit schon lange verloren, dadurch gibt es auch im eigentlichen Sinne keine Lösung für sie. Dadurch liegt es extrem am Betrachter, wo er sich im weiten Feld der möglichen Bedeutungen den Platz sucht, an dem er sich am wohlsten fühlt, wo sich seine Aufmerksamkeit zwischen den verschiedenen Reizen einpendelt. Wenn das von Person zu Person sehr verschieden ist, dann ist das nur recht so und sehr zu unterstützen. (Zitat TeER).