Absynnd – Absynnds Pandämonium

Ein uralter vorvorkeltischer Feiertag dient dem zauberhaften Künstlerduo Absynnd diesmal als Vorwand zu einer maliziösen Bilderschau: der Synnfandeltag am 17. Februar.

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Seit jeher sind am Synnfandeltag die besonders geschichtsträchtigen Ereignisse vorgefallen, so als hätten sich die Geister & Dämonen, die Götter & Deubel, die Gespenster & Dschinnis sowie sonstiges Gelichter zusammengefunden, um unfaßbar einen draufzumachen. Und so ist es wohl auch:

17.2.1370:    Der Deutsche Orden erringt einen gar blutigen Sieg über die Litauer bei Rudau.

17.2.1600:    Giordano Bruno wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

17.2.1800:    Napoleon Bonaparte beseitigt die Elemente regionaler Autonomie in Frankreich.

17.2.1859:    Die Oper »Ein Maskenball« von Guiseppe Verdi, in der es um die Verschwörung und

                     Ermordung des schwedischen Königs wird uraufgeführt 

17.2.1914:    Der Koran erscheint in türkischer Sprache in Konstantinopel.

17.2.1962:    Flutkatastrophe an der Nordsee, bei der Sturmflut kommen 337 Menschen um.

17.2.1993:    Nacht der 1000 Feuer im Ruhrgebiet.

17.2.1995:    Absynnd wird geboren.In der Synnfandelnacht (Absynnds 6. Geburtstag) verwandelt sich die Galerie FeinkunstKrüger in ein veritables Pandämonium. An den Wänden hängen ungeheuerliche Gemälde, in der Luft dicker Nebel &  greulicher Rauch, und im Gestühl wimmern Flaschengeister. Allen seinen Gästen ruft Absynnd (wie es Sitte ist am Synnfandeltag) ein beherztes »Gnoc, gnoc!« zu.