Thorsten Passfeld: Party im Atelier

 

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Malerei aus Holz

Der Hamburger Künstler Thorsten Passfeld zeigt vom 05. bis zum 25. November in seiner vierten Einzelausstellung bei Feinkunst Krüger seine neuesten Arbeiten. Der Pop geht, die Malerei kommt. Die Malerei aus Holz. Passfeld baut seine vertraute Umgebung in die Galerie und lässt seine Bilder und die Menschen in ihnen ohne Worte sprechen.......

Zur Vernissage am Samstag den 04. November 2017 ab 20.00 Uhr laden wir herzlich ein.

Menschen in der Werbung, Menschen auf Partnersuche, Menschen zur Wahl, Menschen nebenbei als Dekoration. Dann noch echte Menschen. In der Großstadt ja noch mehr als sonst, und beim Abendessen ebenfalls. Zum Arbeiten hat Passfeld das lange nicht interessiert, Menschen auf seinen Bildern. In Holz.

Aber jetzt. Etwas Neues. Es muss eine andere Art geben, Menschen zu zeigen.

Eine weitere Neuerung sollte die Art und Weise sein.
Der Versuch war immer, mit den Holzarbeiten und -objekten der Malerei, mit der alles angefangen hat, näher zu kommen. Das geht natürlich nicht, aber es sollte nun trotzdem umgesetzt werden.
Nach der erneuten Beschäftigung mit den alten Meistern und den anderen Gruppen, blieb er bei den Impressionisten hängen. Vielseitig, uneinig und nicht so nervig, wie die Kubisten oder Dada.
Die Einsicht kam: Wie weit würde seine Technik hinter den Beispielen zurückbleiben? Also musste die Reduktion dazukommen. Eine Atmosphäre mit wenig Mitteln zu erzeugen.
Mit kleinen Gesten.
Und der Verzicht auf Pop in Farbwahl und Aufmachung. Statt dessen Räume, Stimmungen und Requisiten, die sich dem Bild unterordnen, selbst die Gesichter.
Es war wie das Spiel auf einem alten Instrument, das lange im Keller gelegen hat, etwas schief und doch gleich vertraut. Und ein bisschen Pop kam auch wieder dazu. Es stehen nun helle Figuren in dunklen Räumen. Menschen in ihrem Moment, wie auf einer gelungenen Zufallsfotografie. Nicht als Werbung für sich oder Produkte, sondern offen und allein.

Zudem der Verzicht auf Schrift, jedenfalls so, wie sie bisher benutzt wurde, als dicke Flankierung oder gleichwertig zum Bild. Diese Veränderung war die ungewohnteste. Jetzt übernehmen Details die Kommentierung oder die Komposition als solche. Der Humor ist aber noch da, nur im Bild.

Die neue Auseinandersetzung und Herausforderung brachte erst Probleme, die anfangs reihenweise im Müllcontainer endeten und zu ganz neuer Freude an der Arbeit führten. Nämlich sich nie ganz sicher zu sein und das Bild bis zum Ende hinter sich her zu ziehen, anstatt ab der Hälfte schon das angenehme Gefühl von Zuversicht zu haben, das Forschen und Zeichnen, das nun unverzichtbar war, machten aus der Werkstatt wirklich ein Atelier.
Und es entstanden Bilder von Menschen an genau solchen Orten, Bilder in Werkstätten und Ateliers, bei der Werkschau, der Eröffnung. Der Titel lag nah: Party im Atelier. Beschreibt aber auch die Freude am Arbeiten in der Zeit. Das in der Nacht offene und hellerleuchtete Fenster seiner Werkstatt über einem ansonsten stillen Hof.

Am sinnvollsten wäre eine Ausstellung eben dort in seiner Werkstatt. Da das recht unbequem würde, kommt die Werkstatt in die Galerie. Es wird also eine Ausstellung mit neuen Bildern und einer großen Installation. Kommt.