Zum Hauptinhalt springen

BIRDS DON'T CRY

ATAK und Sarah Pschorn

>> Ausstellungsansichten

Vom 03. bis zum 23. März 2024 treten die farbigen Bilder des Berliner Künstlers ATAK in einen spannenden Dialog mit den Keramiken der Leipziger Künstlerin Sarah Pschorn. Während die Arbeiten von ATAK schon öfter in der Galerie zu sehen waren, sind die Plastiken von Sarah Pschorn das erste Mal überhaupt in Hamburg zu sehen. Es wird spannend zu sehen sein wie sich die vielfältigen Gegenstände, Vasen und Blumen in Ataks Bildern mit den verspielten Formen in Pschorns Skulpturen wiederfinden lassen. Denn auch Pschorns Formen gestalten sich oft zu Vasen, ausgekleidet mit z.t. floralen Motiven und „schönen“ Elementen.

Zur Vernissage am Samstag den 02. März ab 20:00Uhr laden wir herzlich ein.

ATAKs Kunst pendelt zwischen Pulp-Kultur und naturverliebter Poesie. Seine Inspirationen holt er immer wieder aus der Welt des Populären: aus Poesiealben, Zirkusplakaten, aus Werbeschriften vergangener Zeiten und skurrilem Kinderspielzeug. Er vermag es, seinen Bildern einen nostalgischen Anstrich zu verleihen, die dennoch unverkennbar modern sind. Neben seiner Lehrtätigkeit und seinen Illustrationsarbeiten hat ATAK seit einigen Jahren das Sujet der Stillleben-Kunst für sich entdeckt, in denen er auch immer Objekte aus seiner Sammlung unterbringt. Popkulturelle Veduten ohne naturalistischen Anspruch, eher ein Versuch dem Objekt Gefühl zu entlocken. Manchmal Künstlern gewidmet, andere Male von ihm wichtigen Bands inspiriert, umranken Spielzeugroboter, Comicfiguren, Motive der Romantik oder japanischer Popkultur die »Blume in Vase«-Motive der Gemälde. Ähnlich den niederländischen Stillleben des 17. Jahrhunderts spiegeln die Darstellungen von Früchten und diverser Objekte auch immer den eigenen Besitz wider und geben Ecksteine zur Kommunikation weiter, Dinge, die durch des Künstlers Interesse erst festgehalten werden.

Auch in Sarah Pschorns Skulpturen aus Keramik und Fundstücken zeigt sich ihre Liebe für vergangene Epochen. Die 1989 in Dresden geborene Künstlerin kombiniert in ihren Plastiken historisch bekannte Stilelemente des Barocks mit ihrer eigenen Formsprache. Die Skulpturen werden in mehreren Schichten mit Glasuren und Lüstern überzogen und bei verschiedenen Temperaturen gebrannt. So entstehen dynamisch, verspielte und auch sehr malerische Collagen im Raum. Die Form des Gefäßes dient Sarah Pschorn dabei als Träger ihrer Gedanken und Ideen.

Sarah Pschorn betrachtet ihre Arbeit als ein Statement für Süße und Sentimentalität. Es geht um die spielerische Entdeckung des Raumes zwischen Freude und Melancholie, welches sich in Details und Charakteristika verliert und so die Natur der Vergänglichkeit verhandelt.

Sie baut dreidimensionale Collagen aus Ton, Porzellan und Fundstücken und formt sie zu Objekten. Die Wahl langlebiger Materialien ist dabei bewusst: Ton und Porzellan verkörpern die konzeptionellen Ideen hinter ihrer praktischen Arbeit, wie sie der Künstlerin erfahrbar werden, sowohl in der spontanen skulpturalen Geste als auch in deren Erhaltung.                                               

Gefördert von