Bretter


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Tilman Knop, Thorsten Tenberken

Vom 04. bis zum 24. November zeigen die Hamburger Künstler Thorsten Tenberken und Tilman Knop in der Ausstellung bei Feinkunst Krüger Bilder, Videos und Objekte. Knop ist Stammgast in der Galerie, Tenberken zum ersten Mal dabei und nach "Rohre zur Sonne"  2010 und "In Form aber pleite" 2012 ist dies ihre dritte gemeinsame Ausstellung.

Zur Vernissage am Samstag den 03. November 2018 ab 20.00 Uhr laden wir herzlich ein.

Eine Herrensocke; ein verzwickter Jägerzaun; eine Ohrfeige; ein Brett; eine Horde Soldaten; ein sich windender Motor; ein Bild an der Wand; eine Spam-Mail; ein Ritt auf dem Kissen; Friedensverhand -lungen zwischen Andorra und Libanon; eine leise Hupe; baufällige Enklaven; sackschwere Schönwetterwolken; verfressene Engel; ein geschwenktes Fähnchen; ein Zaun mitten durch die Verbrüderung; ein Lattenmikado im Schraubenregen; ein Toast, böse; heiliger Bim Bam; ein Geräteschuppen für Gender-Fragen; „aber Jennifer du hast doch gesagt dass du jetzt mit Ulf gehst“; Gedanken Furnier; leichte Schläge auf den Hinterkopf; eine Planke schützt die Stirn; eine Dachlatte fürs Oberstübchen; vor 15 Jahren das Knie einer Frau getätschelt haben; Vorstellungen die reichen; ein beleidigter Satellit; Schlagobers für den General; wen man sich halt so vorknöpft; eine Strafe, die sein muss; ein Selbstgespräch mit anderen; Kabelsalat; ein warmer Knast; kein Grund ohne Boden; eine Dusche für die Welt davor; eher ein Floß als dass es schwimmt; ein Afrikaforscher; ein Sekundenkleber als Labello; ein Zahnrad; eine Mundgeburt; staunende Bauklötze; ein Navi mit Ambitionen; eine geduldete Stammzelle; eine Dauersau; der eine oder andere Hammer; eine Paracetamol; bitte alles so liegen lassen

Tilman Knop  (*1965 in Hamburg) lädt die Inhalte seiner Mixed-Media-Bilder, Wortkonstrukte oder auch seifenkistenartigen Objekten an dem auf, was sich gesellschaftliche Wirklichhkeit nennt. Ob Massenmedien, Netzkultur oder Alltagsleben. Klar, dass er bei der Bearbeitung auf Abwege voller Grotesken gerät. Bei den Verschiebungen aus Bild-, Text- oder Materialquellen in seinen Kontext inventarisiert er und hält inne. Hält inne, um einmal Luft zu holen. Was ist? Was haben wir? Es ist schon alles da. Es kommt noch mehr.

Thorsten Tenberken  (*1966 in Duisburg) vermischt in seinen Arbeiten mediale und gesellschaftliche Mythen aus Historie und Gegenwart und verarbeitet sie in übergreifenden Themenzyklen wie z.B. „Expedition Livingsten“ oder „Tod des Heerführers“. In bühnenhaft anmutenden Tableaux Vivants werden theatralische Inszenierung und situative Dokumentation gleichberechtigt nebeneinander gestellt, ohne die Brüche zwischen Schein und Wirklichkeit zu kaschieren.