Hiroko Kameda und Zinu Kim - Süsses Salz

Vom 09. Februar bis zum 02. März 2013 zeigen die beiden in Hamburg lebenden asiatischen Künstler Hiroko Kameda und Zinu Kim, erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung, ihre neuen Arbeiten bei Feinkunst Krüger.

Zur Vernissage am Samstag, den 09. Februar 2013 ab 20.00 Uhr laden wir herzlich ein.

Hiroko Kameda
möchte in ihrer Malerei Stimmungen erzeugen, ihre Werke eröffnen dem Betrachter dabei eine poetische Bilderwelt, die ihn sofort in seinen Bann zieht. Dabei bleibt trotz konkreter Motive viel Freiraum für Assoziationen: Baumgeäste, in voller Blütenpracht, Schnee bedeckt oder karg verweisen auf mystische Landschaften. Figuren, isoliert, umrahmt und versteckt durch Blumenornamente erscheinen verschlossen und zugleich symbolisch aufgeladen.
Inspiration für ihre Kunst findet sie in Alltagssituationen und –Gegenständen, dies als gebürtige Japanerin, insbesondere aus der Sicht einer Migrantin. Die durch ihre Wahrnehmung ausgelösten Empfindungen wie beispielsweise Nostalgie, Hoffnung oder die Suche nach Zugehörigkeit werden in ihren Arbeiten visuell übersetzt. Die Auseinandersetzung mit literarischen Figuren und Szenarien ist für Kameda ebenfalls eine wichtige Inspirationsquelle, die zu neuen Bildideen führt.
Ein immer wieder auftauchendes Motiv in den Arbeiten Kamedas ist das Ornament, das in der japanischen Kultur sowohl als malerisch-spielerisches als auch narratives Stilmittel verwendet wird. Während eines Austauschstipendiums in Rom beschäftigte sich Kameda intensiv mit den Mosaiken der Cosmaten Dynastie und in Folge ebenso mit keltischen, byzantinischen und holländischen Ornamenten. Ihr Interesse gilt vor allem der kulturellen Verwendung dieser Verzierungen beispielsweise als reine Dekoration oder als Ausdruck mythologischer und religiöser Symbolik.
Die verschiedenen Einflüsse, die Kameda in ihrer Kunst verarbeitet, haben einen gemeinsamen Nenner: Sie sind zeitlos. Ebenso wirken ihre stillen und doch subtil tiefgründigen Bilder.                  (Clea Laade)

Zinu Kim lernte während seines Studiums in Korea die traditionelle ostasiatische Malerei koreanischer Prägung und die sino-koreanische Philosophie kennen. Er lernte wie man unterschiedliche Eindrücke und Gefühlsnuancen bildlich umsetzt. Durch sein Studium in Hamburg kam er dann der europäischen Malweise näher und erkannte für sich das sie viel unmittelbarer, und der Umgang mit der Farbe intuitiver und authentischer ist. In seinen hier entstandenen Bildern fühlt Kim sich der direkteren europäischen Malweise verbunden, welche er mit Motiven seiner ost-asiatischen Malerei verbindet. Weil diese beiden Seiten sich stets gegenseitig beeinflussen, ermöglichen sie ihm nun, etwas zu malen, was er vorher selbst nicht gekannt hat oder so nicht malen konnte.
Oft wirken Kims Bilder surreal, obwohl seine Arbeitsweise diesem entgegen spricht. Während es  im Surrealismus immer unbewusste Elemente und eine zufällige Geschichte gibt, gibt es in seinen Bildern bewusste Elemente und eine dazugehörige Geschichte. Obwohl Kim spontan zu malen beginnt, achtet er schon während des Malens darauf, dass etwas entsteht, was diese Geschichten erzählt. Dafür kombiniert er Spontaneität mit seinen stringenden Gedanken, Erinnerungen und Eindrücken. Der Grund weshalb Kim seine Bilder selbst im Wesentlichen nicht als surreal empfindet, obwohl sie genau solch surrealen Traumwelten zu entspringen scheinen.